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Übersicht: Anhand von Fallbeispielen und in Begriffen der Repräsentanzentheorie wird die ätiologische Ergänzungsreihe analysiert, die zu „primär-bedingter Infantilität“ führt. Hereditäre, kongenitale oder traumatische Schädigung eines (motorischen oder sensorischen) Ichapparats löst häufig ein Interaktionsmuster aus, das den funktionalen Ausgleich des Defekts verhindert und dem geschädigten Kind den Weg zur Autonomie verlegt; Retardation oder Stillstand der Entwicklung sind die Folge. Der als narzißtische Kränkung erlebte Defekt des Kindes (z. B. Blindheit) kann zu einem enttäuschten Sich-Abwenden (emotional deprivation) der Mutter (und der übrigen Personen im Familien- und Pflegemilieu) führen. Alternative inadäquate Reaktionen sind die Verleugnung der Beschädigung (das Ersparen der Trauerarbeit), die es dem Kinde unmöglich macht, eine realitätsorientierte Selbstrepräsentanz aufzubauen, oder überprotektives Verhalten, bei dem der Ausfall von Ichapparaturen zu lange durch das mütterliche Hilfsich ersetzt wird.