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Das Thema „Psychoanalyse und Soziologie“ hat mittlerweile seine Tradition und seine Literatur — eine Ansammlung weniger von Monographien größeren Formats als vielmehr von einzelnen Aufsätzen, in denen sich Psychoanalytiker, Soziologen und schließlich auch Kulturanthropologen (als diejenigen, die sich am ausgiebigsten an der empirischen Synopsis versucht haben) mit wechselndem logischem Glück zur Sache geäußert haben. Es ist jedoch nicht diese Geschichte und Dokumentation der Diskussion, die dem Buch den Probleminhalt und Titel gegeben hat, sondern es sind, wie der Untertitel anzeigt, die Theorien Freuds und Parsons', an denen eines der Verhältnisse von Psychoanalyse und Soziologie pars pro toto beleuchtet werden soll.
Der erste Anschein beim Blick auf das Inhaltsverzeichnis und bei flüchtiger Durchsicht des Textes ist leicht der, daß hier auf zweimal knapp hundert Seiten eine systematisierte Darstellung erst, im Teil I, der psychoanalytischen, dann, im Teil II,. der parsonischen Theorie unternommen und geboten wird, wobei die Aufgliederung in Stadien der Theorieentwicklung (etwa die erste bis fünfte Fassung der ökonomischen Theorie bei Freud) das ordnende Prinzip für die Bewältigung der doppelten theoretischen Komplexität, der Freudschen und der Parsons'schen, abgibt. Die Wiedergabe der Theorie Freuds folgt den Systematisierungen Wyss', Rapaports und anderer; allerdings ist die Lektüre zahlreicher, für die Gesellschaftstheorie wichtiger Schriften Freuds zur Trieb- und Kulturtheorie hineingearbeitet. Im Parsons-Teil der Arbeit ist demgegenüber