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1930 betonte Sigmund Freud in seinem Vorwort zum 10-Jahres-Bericht des Berliner Psychoanalytischen Instituts die Notwendigkeit, „… unsere Therapie jener großen Menge von Menschen zugänglich zu machen, die unter ihren Neurosen nicht weniger leiden als die Reichen, aber nicht im Stande sind, die Kosten ihrer Behandlung aufzubringen, …“. Zwar war Freuds Optimismus damals verfrüht; politische. Aggression und wissenschaftliche Verfemung haben die von ihm gewünschte Entwicklung inhibiert. Fast ein halbes Jahrhundert hat es noch gedauert, bis die analytische Psychotherapie als ärztliche Leistung anerkannt war und die Krankenkassen sich bereit erklärten, für die Kranken die Kosten der Behandlung zu übernehmen. Die Zukunft wird nun erweisen, ob und wieweit dieses sozial- und gesundheitspolitische Experiment gelingt.
Anläßlich der Feier des 50jährigen Bestehens des Berliner Institutes hat G. Maetze die Neuauflage dieses Erfahrungsberichtes über eine Dekade analytischer Arbeit besorgt.