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In einer seiner neueren Arbeiten sagt Robert Waelder: „Das herrschende Persönlichkeitsmodell erscheint mir schematischer als das uns aus Freuds Werk bekannte. Wir pflegen Ich und Es für separate, sich deutlich voneinander unterscheidende Instanzen oder Strukturen zu halten …“. Nachdem er dann Freuds davon abweichende Auffassung vom psychischen Apparat skizziert hat, schließt er: „Freuds Entwurf (erscheint mir) lebensnaher als die herrschende, gebräuchlichere Form des Modells“1
David Rapaport, dessen gesammelte Schriften nun in einem umfangreichen, von Merton M. Gill sehr sorgfältig edierten Bande vorliegen, hat sich zum Exponenten der modernen Richtung im psychoanalytischen Denken gemacht. Das Erscheinen dieses Buches fordert zu einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen psychoanalytischen Szenerie auf, so kursorisch diese auch nur sein kann. Ich werde kurz die Begriffe primäre und sekundäre Ich-Autonomie, undifferenzierte Phase. Selbst und Neutralisierung erörtern, um nur die wichtigsten herauszugreifen.