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“Das Leben des Menschen vollzieht sich — auch unter psychopathologischen Bedingungen — in Situationen” Deswegen kann die Psychiatrie einer Lehre von den Situationen nicht ausweichen” (Wieck, S. 13). Mit diesem Satz beginnt das einleitende Referat von Wieck, der damit vorweg eine Losung ausgegeben hat, die für den Psychoanalytiker von Interesse ist: wird doch Psychiatrie so auf die Linie eines Interaktionismus — vergleichbar dem psychoanalytischen Ansatz — festgelegt.
Dementsprechend wird man aus der Sicht der Psychoanalyse auf die Ergebnisse der Untersuchung gespannt sein dürfen. Und tatsächlich steuert der schon genannte Aufsatz von Wieck auf Sachverhalte zu, die —- wie Winkler in seinem Beitrag zu Recht sagt — der Psychoanalyse wohlbekannt sind. Wieck peilt z. B. mit seinem Relevanzbegriff den Sachverhalt der “Übertragung (so Winkler) an, um für die Psychiatrie jene Verknüpfung des kognitiven mit dem affektiven Aspekt in historischer Dimension zu erreichen, die die Psychoanalyse (als Neurosentheorie) leistet. Freilich kommt er nicht weiter als bis zum Herstellen eines Katalogs, in dem die Erschließung der Situation als eines Spannungsfelds gerinnt. Vorschnell werden Fragen zu Antworten umgeformt, ein Vorgang, der allerdings in anderen Referaten noch viel deutlicher zutage tritt (was Schulte in seinem Beitrag kritisiert). Daß es nicht ohne logische Sprünge bzw. gewaltsames Zusammenpressen von logisch Disparatem geht, das zeigen Formulierungsversuche wie der von Petrilowitsch: “An der Lebenssituation (Wieck) sind im Sinne einer Figur-Hintergrund-Relation beteiligt: die primär vorfindbaren biologischen und charakterlichen Strukturen, also das Grundgerüst der psychophysischen Konstitution — dies ist der ‘Hintergrund’ — und die sich im Laufe des Lebens ausdifferenzierenden Werthaltungen im Wechselspiel mit dem überdauernd Beständigen der personalen Umwelt — dies ist die ‘Figur’. Die Augenblickssituationen (Wieck) stehen mit der Lebenssituation in engstem Zusammenhang. A