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Wir geben zwei Gründe für diese “en bloc-Besprechung” der drei Arbeiten zur Entwicklungspsychologie an: Die Leser dieser Zeitschrift sind vorwiegend analytische Psychotherapeuten, theoretisch an der Psychodynamlk interessierte Psychoanalytiker, Psychiater und Psychologen, sowie Studierende dieser Gebiete. Das Hauptinteresse dieser Kreise ist wohl vorwiegend den “konflikthaften Entwicklungsbereichen” gewidmet, um den Ausdruck der New Yorker
Schule (Hartmann, Kris und Löwenstein) der Psychoanalyse zu modifizieren. Da die Entwicklung von Funktionen und Fähigkelten ebenso ein Gegenstand der Entwicklungspsychologie ist, ist die Entwicklung der Sprache, des Gehens, der Gesamtmotorik, der Intelligenz und des Lernens etc, verständlicherweise ein bedeutsamer Gegenstand jeglicher Entwicklungspsychologie, Den Leser dieser Zeitschrift aber interessieren wohl vorwiegend die Grundbedürfnisse, die Triebe und Antriebe, also die Motivationen insgesamt und deren Modifikation durch bio-soziale Determinanten; gerade hierin liegt zumeist die Wurzel von Konflikten und damit der Neurosen und Psychosen. Dies war der eine Grund für die zusammenfassende Rezension. Der andere: Die drei vorliegenden Werke stellen quasi einen Querschnitt durch Intentionen oder Richtungen der modernen Entwicklungspsychologie dar. Das Werk des Amerikaners Nash ist aus einem psycho-biologischen Ansatz zur Entwicklungspsychologie entstanden, das Buch von Schenk-Danzinger — einer Schülerin von Ch. Bühler — versucht eine Brücke von der klassischen europäischen, vorwiegend deutschsprachigen Entwicklungspsychologie der zwanziger und dreißiger Jahre zur modernen Entwicklungspsychologie zu schlagen. Das Büchlein von Seiler endlich bringt einen Beitrag zur Psychologie des bedeutendsten Entwicklungspsychologen französischer Sprache — Plaget. Von ihm haben wir die wesentlichen Erkenntnisse über die Entwicklung der menschlichen Intelligenz, des Denkens und der frühen Entfaltung dieser menschlichen Fähigkeiten. Da also die