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Charlotte Bühler ist gemeinsam mit ihrem Mann Karl Bühler als Gründerin der sog. Wiener Schule der Psychologie, im engeren Sinn der Entwicklungspsychologie bekannt. Seit der Zeit Ihrer Auswanderung nach Amerika lebt sie vor allem in Kalifornien, in Los Angeles, und arbeitet dort vorwiegend als Klinische Psychologin. Bekanntlich wird in den USA die Psychologie seit ca. 20 Jahren stark von der Theorie der Lernvorgänge, herrührend von dem Russen Pawlow, bestimmt, und die quantitative Methodik, der Einbruch der Statistik und Mathematik in die Psychologie, dominiert. Die hier von den Herausgebern und den Koautoren vertretene Richtung, die sog. “Humanistic Psychology “, stellt eine Art Gegenbewegung gegen das Überwiegen der quantitativen Tendenzen in der amerikanischen Psychologie dar. Die Autoren definieren im Vorwort des Buches die Humanistische Psychologie — uns erscheint diese deutsche Übersetzung des Wortes “Humanistic Psychology” nicht ganz korrekt — etwa wie folgt: Die humanistische Orientierung des Werkes komme in der Beschäftigung mit der Zielsetzung des Individuums als einem Vorgang zum Ausdruck, der späterhin zu seiner Erfüllung (die weitgehend auf der Selbstverwirklichung beruht) oder seinem Versagen beiträgt. — Ch. Bühler hat bereits in ihrem zum erstenmal 1933 herausgegebenen Buche “Der menschliche Lebenslauf als psychologisches Problem” die Zielsetzung als zentrale Motivation des menschlichen Lebenslaufes herausgestellt. Neben den Herausgebern. dieses Werkes sind zwei der großen Männer der amerikanischen Persönlichkeitspsychologie, nämlich G. W. Allport und A. Maslow, Gründer und Verfechter dieser Richtung. In dem vorliegenden Buch nun stellen neben den Herausgebern 16 Autoren verschiedener fachlicher Orientierung, die sogar manchmal nicht mit den Zielsetzungen der “humanistischen Psychologie” übereinstimmen, ihre Meinung und die Ergebnisse ihrer Erforschung von Spezlalproblemen zur Diskussion.
Die “Humanistic Psychology” hat neben dem Anliegen, eine Persönl