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Dieses Buch ist eine Sammlung, teils schon eher erschienener, teils neuer Publikationen über eine Reihe von divergierenden, kinderpsychiatrischen Themen. Dr. Buxbaum ist eine Kinderanalytikerin mit großer Erfahrung, die sehr verschiedene Gebiete mit unterschiedlichen kulturellen Bedingungen erfaßt. Ihre Aussagen im theoretischen Rahmen der klassischen Analyse sind immer durch einleuchtende klinische Beispiele illustriert und unterstützt. Jeder Aufsatz ist in sich abgerundet; die Themen sind vielfältig: Aggression, Gewalt und Grausamkeit bei Kindern, Haare-Ausziehen und Fetischismus, Probleme von im Kibbuz erzogenen Kindern.
Die bereits in “The Psychoanalytic Study of the Child” publizierte Arbeit zur Technik der Kinderpsychotherapie versucht, die Indikation für verschiedene Behandlungsmethoden von Kindern und ihren Eltern vom klinischen Gesichtspunkt aus abzugrenzen.
Die Probleme der Kibbuzkinder sind als Studie über die Schwierigkeiten der Gruppenerziehung von besonderem Interesse. Zumal da heute allerorten die Erziehung in Kindertagesstätten stimuliert wird, ist es gut zu sehen, zu welchen Schwierigkeiten auch eine sehr durchdachte und mit größter Sorgfalt ins Werk gesetzte kommunale Erziehung führen kann. Buxbaum nennt im besonderen die große Trennungsangst und die Schlafstörungen der sehr kleinen Kinder, die endemische Enuresis und die Herabsetzung der Vitalität bei den von ihr kontrollieren Fällen in der dem Kibbuz angegliederten Child Guidance Clinic.
Diese Kinder bekommen in der Child Guidance Clinic wirklich die Behandlung, deren sie bedürfen. Buxbaum bemerkt dazu richtig, daß diese Möglichkeit zur adäquaten Psychotherapie in Amerika — und ich möchte hinzufügen, auch in Europa — nicht immer gegeben ist.
Zusammenfassend: Ein sehr anregendes und lesenswertes Buch, nicht nur für Kinderanalytiker, sondern für jeden, der sich intensiver für Fragen der Kinderpsychiatrie und der kulturellen Differenzierung in der Pathologie interessiert.