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Übersicht: Anhand von Ausbildungsrichtlinien, Gesprächen mit Psychagoginnen und Therapieberichten wird eine klare Vorstellung von der Ausbildung, der theoretischen Orientierung und der praktischen Leistungsfähigkeit der Psychagogin vermittelt. Ihre therapeutische Funktion ist es, zwischen Eltern und neurotisch gestörten Kindern zu vermitteln, indem sie sich dem Kind als ideales Objekt und Hilfs-Ich anbietet. Der größere Freiheitsspielraum der Therapie gibt die Chance zu regressiven Triebbefriedigungen und zur Durcharbeitung nicht bewältigter Konflikte in Rollenspielen. Die Technik der averbalen Spieltherapie (A. Freud, Zulliger, Berna) findet gelegentlich ihre Grenze an schweren infantilen Neurosen, bei denen Gefahr besteht, daß durch zu rasches Mitspielen des Therapeuten die inneren Konflikte nicht aufgearbeitet werden. Eine weitere Schwierigkeit stellt sich ein, wenn die Psychagogin genötigt ist, Elternneurosen in die Behandlung einzubeziehen.