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Kutter unterscheidet drei Schichten von Gruppenphänomenen: eine Oberflächenschicht bewußter Interaktionen, eine tiefer liegende Schicht, in der in Übertragung und Gegenübertragung die Familienszene reproduziert wird, schließlich eine Schicht, in der es um das Vertrauen der Individuen zur Gruppe als ganzer geht und in der tiefe Regressionen auf präödipale Stadien statthaben. So wie der psychoanalytische Prozeß nach der Vorstellung von W. Reich, Lampl-de Groot und Kuiper an den aktuellen Konflikten ansetzt, die individuelle Entwicklung bis zu den ödipalen Konflikten hin durchläuft, um dann zur Aktualität zurückzukehren, so durchläuft der gruppentherapeutische Prozeß die drei Schichten in ab- und wieder aufsteigender Richtung. Die ödipalen Inszenierungen der zweiten Schicht sind von besonderer therapeutischer Wirksamkeit.