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Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Tatsache, daß in der Diskussion die Bedeutung der „Autoerotik“ überhaupt nicht zur Sprache gekommen ist. Mir scheint, daß in vielen Voten die Bedeutung der autoerotischen Besetzungen bei den Störungen der sexuellen Identität nur gestreift wurde. Wenn, wie J. Kestenberg sagte, bereits dem ganz kleinen Kind seine Identität gegeben wird, ist zweifellos die autoerotische Aktivität, die es in der Beziehung zur Mutter entwickeit, von großer Bedeutung.
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Nach meiner Meinung führen die Störungen der sexuellen Identität in der frühen Kindheit dazu, daß die Selbstrepräsentanzen ungenügend ausgebildet werden und daß deshalb auch in den Objektbeziehungen eine Tendenz zur unklaren Abgrenzung der Objektrepräsentanzen vorliegt. Der Patient (oder das Kind in einer solchen Situation) besetzt, wie Kohut es deutlich ausgesprochen hat, seine autoerotischen Aktivitäten äußerst stark und leiht sie einem Objekt. Diese leihweise Besetzung führt schließlich dazu, daß ein Mensch überhaupt nicht mehr in der Lage ist, eine Objektbeziehung anders zu erleben als mit den Implikationen der späteren präödipalen Entwicklung — besonders der analen Phase mit dem Sadismus.
Bei der Behandlung solcher Patienten ist es von besonderer Bedeutung, daß sie diese Objektbesetzungen probeweise an uns vornehmen, um ihre Selbstrepräsentanzen zu entwickeln. Wenn sie dies tun, treten bedrohliche Ängste und Gefühle narzißtischer Entleerung auf, gefolgt von einer narzißtischen Regression. In diesem Moment ist es wichtig herauszuspüren, wie wir anstelle der Objektbesetzung zu einer Funktion für den Patienten werden, damit er fähig wird, die Idealisierung oder die Erweiterung seines Selbst in der analytischen Beziehung herzustellen. So kann er allmählich lernen, die Selbstrepräsentanzen, die bei ihm in krankhafter Weise verändert waren, auszubauen. Sind wir in der Analyse so weit gekommen, dann zeigt sich ein dringendes Bedürfnis des Patienten, uns wiederum als Objekt zu besetzen.