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Im Anschluß an seine Zusammenfassung des Beitrags von V. H. Rosen notiert Edelheit, daß das Ich wesentlich eine vorbewußte psychische Struktur ist und zum Teil durch die Sprachentwicklung bestimmt wird. Daher könne das Studium des Vorbewußten eher als das des Unbewußten relevante Daten für die Theorie des sprachlichen Relativismus liefern. Wahrscheinlich ist das sprachlich determinierte vorbewußte Ich das psychoanalytische Analogon zur Sprache in der Sapir-Whorf-Hypothese. (Rosens Interesse gilt vor allem den reziproken Einflüssen zwischen den vorbewußten Sprachfunktionen des Ichs und den unbewußten Abwehrmechanismen, Gedächtnisspuren, Affekten usw.)
Lajos Székely (Stockholm) wies darauf hin, daß die Linguisten die Sprache als Medium der interpersonalen Kommunikation auffassen, während die Psychoanalytiker Sprache als einen komplexen intrapsychischen Prozeß verstehen, der ganze Ketten intrapsychischer Vorgänge vermittelt. Er fügte hinzu, daß die semantische Struktur nicht vor der Latenzperiode ausreift und daß in der vorangehenden Phase Worte noch nicht klar von Dingen getrennt sind. Dieser Phase entspricht die von Luria und Piaget (vgl. ) beschriebene egozentrische Sprache und das psychoanalytische Konzept des magischen Denkens. In der egozentrischen Phase benutzt das Kind die Sprache, um das Leitverhalten des Erwachsenen zu internalisieren. Mittels der Sprache verwandelt das Kind Passivität in Aktivität und stärkt so die Autonomie seines Ichs.
Im Anschluß an ihre Arbeit über Sprache, Verbalisierung und Über-Ich bemerkte Charlotte Balkanyi (London), daß aus dem mütterlichen Milieu introjizierte linguistische Regeln einen Vorläufer des Über-Ichs darstellen. Sie schilderte den Fall eines pubertierenden Jungen, der vorher an schwerem Stottern gelitten hatte und an einem bestimmten Punkt seiner Analyse begann, sich durch das Aufschreiben von Slogans mitzuteilen. Der erste seiner Slogans, „Fuck for peace!“, richtet sich an seine Eltern und wurde unter deren Schlafzimmertü