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Die Ausführungen von G. Jappe (1971) und A. Lorenzer (1970a) verfolgen jeweils eine von vornherein mehr oder weniger deutlich sich abzeichnende Linie: nachzuweisen, daß es „keinen Primärvorgang im Sinne eines (und wäre es auch nur fiktiven) frühen Entwicklungsstadiums gibt“ (Jappe 1971, S. 63) — oder, vorsichtiger, bei Lorenzer, daß „an die Stelle der alten Verdopplung der Bildungsinstanzen in Inhalten, Traumbildern, Symbolen … eine einzige Bildungsinstanz, das Ich“ treten soll, dem „durchgehend — von der Traumproduktion bis zu den hochentwickelten abstrakten Operationen mit Symbolen — die Funktion der Symbolbildung zukommt“ (Lorenzer 1970a, S. 70). Dabei kann „Primärprozeß“ nach Lorenzers Auffassung zweierlei bedeuten: einerseits eine „Stufe der Denkorganisation“, andererseits ein „dynamisch-energetisches Konzept“, „entweder eine niedere Stufe von Ich-Funktionen oder eine Dynamik unter dem besonderen ‚Einfluß des Es‘“ (Lorenzer 1970a, S. 69 f.). Der dynamisch-energetische Aspekt kann im vorliegenden Zusammenhang außer Betracht bleiben. Während es Lorenzer auf die strukturtheoretische Annahme einer Einheitlichkeit der Symbolbildungsinstanz und ihrer Zuordnung zum Ich ankommt und er bereit ist, unter der Voraussetzung dieser Zuordnung das Konzept „Primärprozeß“ zu übernehmen, möchte G. Jappe auch die Einheitlichkeit der Organisationsprinzipien herstellen (Jappe 1971, S. 65): in diesem theoretischen Kontext ist für den „Primärprozeß“ kein Platz mehr.
Ist auch der theoretische Kontext der Ausführungen von Lorenzer und Jappe recht verschieden, so scheinen sie sich doch in einem Punkt zu treffen: in einer ziemlich exzessiven Ich-Psychologie. Nur mit diesem einen Punkt haben es die vorliegenden Anmerkungen zu tun; von hier aus ist nach möglichen gemeinsam implizierten Voraussetzungen bzw. nach dem hypothetischen „Gegner“ zu fragen, gegen den sich die Argumentationen beider richten.
Jappe hält das Konzept „Primär-Sekundärvorgang“ für ein überflüssig gewordenes, aber nicht au