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Lidz faßt die wichtigsten Forschungsergebnisse über die Entstehung von Schizophrenie in Familien mit gestörter Kommunikation zusammen und zeigt die Konsequenzen dieser Forschungen für die Therapie auf. Ausgangspunkt der neuen Schizophrenie-Theorie war die Beobachtung, daß schipophrene Patienten in der Regel aus gestörten Familien kommen, und die Annahme, daß das gestörte Familienmilieu mit der schizophrenen Denkstörung in Zusammenhang stehen müsse, da Denken und Sprache in der Familie erworben werden. Mangelnde Abgrenzung zwischen Eltern und Kind (Verwischung der Generationsschranke bzw. der Geschlechtsrollen-Differenz), zwischen Selbst und Nicht-Selbst, sowie Interaktionsmuster vom Typus der „Beziehungsfalle“ führen zu Störungen der Kategorisierung und Begriffsbildung. Dem Kind, das von egozentrischen Eltern zur Aufrechterhaltung ihres eigenen, prekären psychischen Gleichgewichts mißbraucht wird, ist der Weg zur Autonomie, zum Aufbau einer stabilen Selbst-Identität verlegt. Um die pathologische Kette zwischen den Generationen zu zerbrechen, ist eine spezifische, korrigierende Nacherziehung erforderlich, die sich in vielen Punkten von der klassischen psychoanalytischen Therapie unterscheidet („gemeinsame Familientherapie“).