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Die Tatsache, daß es ein psychisches Geschehen nicht nur im, sondern auch zwischen Menschen gibt, ist, erstaunlich genug, im Vorstellungsrahmen unserer Kultur, insbesondere im wissenschaftlich geformten, keine Selbstverständlichkeit, sondern kann nur in exotischer Gestalt am Horizont der Erkenntnis erscheinen. Das jedenfalls ist aus der Außerordentlichkeit zu schließen, in der die Forschungen zum Zusammenhang von „Schizophrenie und Familie“ innerhalb der Psychiatrie Gestalt nahmen und mit der sie von den Sozialwissenschaften rezipiert wurden — Forschungen, in denen vorgeführt und nachgewiesen wurde, daß jenes interpsychische Geschehen nicht lediglich romanhafte Bedeutung hat, sondern höchst real, bei katastrophalen Bedingungen, für nicht mehr und nicht weniger als den Ausbruch von Psychosen verantwortlich ist. Der vorliegende Band legt, im besten Sinne eines Readers, deutsche Übersetzungen einer Reihe der zuerst in amerikanischen und britischen Zeitschriften und Monographien erschienenen, theoretisch den Grund legenden Arbeiten dieser Forschungsrichtung (zu den Phänomenen der Doppelbindung, der Pseudogemeinschaft, u. a.) vor. Die Zusammenstellung der Texte erhält ihre Geschlossenheit aus dem genannten, ihnen allen gemeinsamen, wenn auch in jeweils originärer Weise entwickelten und vorgetragenen Ansatz, aus den Wechselbezügen der Autoren und schließlich aus einem Referat von J. Foudrain, in dem, zum Problemgegenstand „Schizophrenie und Familie“, ein „Überblick über die Literatur zur Ätiologie der Schizophrenie aus den Jahren 1956-1960“ gegeben wird, in welcher Zeit diese Forschungsrichtung ihre maßgeblichen Begriffe gewann.
Die Einsichten, die man den Forschungen entnehmen kann, sind vielfältig; die wichtigsten berühren die objektive familiäre Realität, die — genetische und aktuelle — interpersonelle dynamische Verflechtung jener Affekte, deren Widerschein, deren subjektive und fantastische Repräsentanz in der Einzelanalyse noch aufgenommen wird und den breiten Raum e