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Titel und Untertitel des Buches signalisieren Themen von bedeutsamer, ja brisanter theoretischer und praktisch-therapeutischer Relevanz. Die hohen Erwartungen des Lesers, die aber auch dem hohen Anspruch des Buches entsprechen, konzentrieren sich vor allem auf folgende Punkte: Was läßt sich zum Auftreten und zur therapeutischen Arbeit mit der Aggression in Gruppen sagen, darüber hinaus: was können wir aus der Gruppentherapie zur Phänomenologie und Theorie der Aggression überhaupt erfahren? Welche „Beiträge zur psychoanalytischen Theorie“, im besonderen zur Metapsychologie des analytischen Gruppenprozesses, lassen sich aus der Gruppentherapie gewinnen, inwieweit stellt also die psychoanalytische Gruppe ein Forschungsinstrument dar, das zur Erweiterung der psychoanalytischen Theorie beitragen kann?
Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um eine Zusammenstellung von Vorträgen und Aufsätzen des Verfassers aus den Jahren 1968 bis 1970, gerichtet an jeweils unterschiedliche Hörer- und Leserkreise. Aus dieser Entstehungsgeschichte ist wohl eine Reihe formaler Schwächen erklärbar. Zum Teil wörtliche Textwiederholungen und mangelnde Systematik und Stringenz der Darstellung wären bei einer Überarbeitung, wie man sie bei einem wissenschaftlichen Text, der zur Theorie beitragen will, erwarten muß, leichter zu verschmerzen; eine präzisere Herausarbeitung der theoretischen Gedankengänge und schlüssigere In-Beziehung-Setzung zu bereits vorliegenden psychoanalytischen Forschungsergebnissen wären dringend wünschenswert. Oberflächlich recht eingängig und flüssig geschrieben, erweisen sich die Texte bei kritischem Durchdenken und Nachvollziehen als recht schwer lesbar.
Es ist natürlich die Frage, ob theoretische und behandlungstechnische Probleme das eigentliche Anliegen des Autors darstellen und ob man ihn nicht mißversteht, wenn man derartige Aufschlüsse in erster Linie von ihm erwartet. Wenn er den Versuch unternimmt, „destruktive Aggression als psychische und im weitesten Sinne s