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Junker berichtet über Schwierigkeiten, die sich in der psycho-analytisch orientierten therapeutischen Gruppenarbeit mit Ehepaaren ergaben, die nach Beruf und Sprachcode der oberen Unterschiebt angehören. Angeregt durch sprachsoziologische Arbeiten B. Bernsteins führ er die Verständnisschwierigkeiten zwischen Therapeuten und Patienten auf deren (durch schichtspezifische Sozialisation und Arbeitserfahrung vermittelte) Bevorzugung handlungsbezogener Kommunikation gegenüber problem- und personbezogener Verbalisierung zurück. Eine eingeblendete Fallgeschichte dokumentiert den schichttypischen Interaktionsstil und Grenzen der Selbstinterpretationsfähigkeit. Für die Umsetzung psychoanalytischer Deutungen in die Erfahrungswelt von Unterschichtpatienten bedarf es vermittelnder Formen — der Gruppendynamik und eines von den Patienten selbst geschaffenen sozialen Feldes nach (und außerhalb) der Therapie.