You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Klaus Thomas ist Psychologe, Mediziner, Theologe und Psychotherapeut. Er gründete vor 12 Jahren in Berlin eine „Ärztliche Lebensmüdenbetreuung“. Seine Erfahrungen mit Suicid hat er erstmalig in einem Buch „Menschen vor dem Abgrund“ niedergeschrieben. Er hat umfangreiches Material sorgfältig analysiert und Ursachen und Motive, die zum Selbstmord führen können, detailliert erarbeitet. Durch seine breit gefächerte Ausbildung kann er mehrere Lehrmeinungen und Fachrichtungen in sich vereinen. Thomas leistet einen Beitrag zu der von ihm geforderten Suicidforschung durch Entwicklung von Methoden der Suicidverhütung und -vorbeugung, die nur in einer Bearbeitung und Beseitigung der zugrundeliegenden Konflikte, Nöte und Krankheiten beruhen kann. Allerdings setzt Thomas psychologische und psychiatrische Kenntnisse voraus, schreibt aber auch zum Teil fast populärwissenschaftlich. Die Gefahr dieses Buches liegt darin, daß bei Nichtfachleuten Mißverständnisse hervorgerufen werden können. Leider steht der Autor den Therapiemöglichkeiten, die er eröffnet, sehr unkritisch gegenüber. Gerade eine Entwicklung adäquater Rubinfine, David : Peception, reality, testing and symbolism. Psa. Study of the Therapiemethoden wird aber eine Aufgabe der Zukunft sein. Wird dieses Buch Selbstmordes auseinanderzusetzen hat, sorgfältig erarbeitete Grundlagen und kritisch gelesen, so wird es jedem Fachmann, der sich mit dem Problem des viel Anschauungsmaterial liefern.