You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das Buch unternimmt die Beschreibung und Auswertung der Befunde, die der Anthropologe Robert Rapoport in Zusammenarbeit mit der Psychoanalytikerin Rhona Rapoport und dem Soziologen Irving Rosow in den Jahren 1953 bis 1957 in der Social Rehabilitation Unit des Belmont-(jetzt Herderson-)Hospitals durchgeführt hat. Ähnlich wie Stanton und Schwartz, deren Buch während dieser Jahre veröffentlicht wurde, haben diese Autoren unter analytischen und
soziologischen Gesichtspunkten das Funktionieren eines therapeutischen Hospitals untersucht. Das Buch wurde zuerst 1960 im Weltjahr für seelische Gesundheit veröffentlicht.
Die Einführung zu dem Buch schrieb Maxwell Jones, dessen Verdienste um die Entwicklung therapeutischer Gemeinschaften in psychiatrischen Krankenhäusern bekannt sind. Er hat auch die vorliegende Untersuchung gefördert.
Das Buch ist in neun Kapitel gegliedert.
Der Unterscheidung von Behandlung und Rehabilitation legen die Autoren großes Gewicht bei. Unter Behandlung fassen sie alles, was den psychobiologischen Status der Patienten angebt, unter Rehabilitation das, was darauf zielt, den Patienten in seinem sozialen Rollenverhalten zu fördern. Es leuchtet ein, daß diese beiden Behandlungsaufgaben klar gesehen werden müssen, damit sie nicht in Widerspruch zueinander geraten. Damit eine Gemeinschaft therapeutische Wirkungen erzielt, muß sie so angelegt sein, daß sie soziale Prozesse und zwischenmenschliche Beziehungen ermöglicht, die 1. den Patienten Erfahrungen bietet, die sein Verkennen von Realität vermindern; 2. seine realistische und sinnvolle Wechselbeziehung zu anderen erleichtert; 3. die Zugehörigkeit zu anderen fördert, so daß er größere Befriedigung und Sicherheit daraus gewinnt; 4. seine Angst verringert und sein Wohlbefinden stärkt; 5. seine Selbstachtung hebt; 6. ihm zu Einsicht in die Ursachen und Manifestationen seiner psychischen Störung verhilft; 7. seine Initiative mobilisiert und ihn motiviert, seine schöpferischen und