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Über die Vor- und Entstehungsgeschichte von Sigmund Freuds Traumdeutung läßt sich manches aus des Verfassers eigenen Äußerungen rekonstruieren. Ernest Jones, der Mitarbeiter von Freud und dessen Biograph, hat sie gesammelt. „In der ersten Traumanalyse“, schreibt Jones, „über die wir eine veröffentlichte Darstellung besitzen (4. März 1895), in derjenigen eines Traumes von Frau Breuers Neffen Rudi Kaufmann, weist Freud auf die Verwandtschaft hin, die zwischen der Wunscherfüllung in diesem Traum und der Traumpsychose eines ehemaligen Patienten von Fliess bestand, den er behandelt hatte. Es ist die erste Andeutung einer Theorie der Wunscherfüllung. Anderseits wissen wir aus einer Bemerkung in der Geschichte der Psychoanalytischen Bewegung, daß Freud noch vor dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Breuer, das … ins Frühjahr 1894 fiel, diesem ‚einmal in einem Satze‘ mitgeteilt hatte, daß er ‚jetzt Träume zu übersetzen verstünde‘“. (Ernest Jones, „Leben und Werk von Sigmund Freud“, 3 Bde. Verlag Hans Huber, Bern, Bd. I, Seite 410.)
Der historische Augenblick fällt jedoch in das Jahr 1895, in dem Sigmund Freud einen eigenen Traum analysierte. Er wurde unter der Bezeichnung „Irmas Injektionen“ später in die Traumdeutung aufgenommen. Sigmund Freud bezieht sich auf diesen Vorgang, als er am 12. Juni 1900 an seinen Freund Wilhelm Fliess schrieb:
„Glaubst Du eigentlich, daß an dem Hause dereinst auf einer Marmortafel zu lesen sein wird:
„Hier enthüllte sich am 24. Juli 1895 dem Dr. Sigm. Freud das Geheimnis des Traumes“
Berichte über den Fortgang des Werkes Die Traumdeutung und auch über die ambivalente Einstellung des Autors während der etappenweisen Niederschrift finden sich ebenfalls in den Briefen an Wilhelm Fliess. („Aus den Anfängen der Psychoanalyse“, Imago Publishing Co. Ltd., London 1950.)
In der 1914 geschriebenen Arbeit Zur Geschichte der Psychoanalytischen Bewegung präzisierte S. Freud: „Die Traumdeutung zum Beispiel war in allem Wesentlichen anfangs 1896 fertig, sie wurde ab