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Sonnemann begreift Alfred Lorenzers Sprachzerstörung und Rekonstruktion, seine Kritik des psychoanalytischen Symbolbegriffs und die Beiträge von Lorenzer und anderen zu dem Sammelband Psychoanalyse als Sozialwissenschaft als Symptome einer neuen Stufe der Selbstreflexion der Psychoanalyse, auf der sie beginnt, sich von ihrem lange tradierten Selbstmißverständnis, eine empiristische Naturlehre zu sein, zu emanzipieren. Damit wird sie fähig, die in der Disparatheit monadologischer Sozialtheorie und Psychologie wissenschaftsgeschichtlich verfestigte Dichotomie von Individuum (Seele) und Gesellschaft (in der die von res cogitans und res extensa fortlebt) von sich aus zu überwinden und dem dogmatisierten Marxismus seine eigene, originär kritische Melodie vorzuspielen. Die fällige Vermittlung von Psychoanalyse und Dialektik wird auch die „praxisfeindliche Notwendigkeitshypnotik“ des im Marxismus fortexistierenden Historismus auflösen, statt ihr zu verfallen.