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Horn geht aus vom Konsens der entscheidenden anthropologischen Theorien darüber, daß menschliche „Natur“ uns nur in gesellschaftlich-geschichtlichen Vermittlungszusammenhängen zugänglich ist, „erste“ Natur also nur im Medium von „zweiter“ erscheinen kann. Von dieser Einsicht her eröffnet sich der Kritik eine zweifache Aufgabe: Tendenzen der psychoanalytischen Theorienbildung zur Konstruktion naturalistischer Konzepte (z. B. die Lehre vom Aggressionstrieb), die weder im Zusammenhang therapeutischer Praxis, noch zur Erklärung metapsychologischer, gesellschaftlicher Probleme (z. B. des Krieges) tauglich sind, verfallen ihr ebenso wie die Tendenz bestimmter soziologischer Theorien, das Moment menschlicher Animalität, das in den Formen seiner gesellschaftlichen Strukturierung nicht aufgeht, zu verleugnen.