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Das Buch stellt eine erweiterte Ausgabe der deutschen Fassung „Gesprengte Fesseln der Psychose“ dar, die in Psyche 23, 386-388 ausführlich besprochen worden ist. Es braucht daher auf die neue Arbeit Pankows nur insofern hingewiesen zu werden, als eine unterschiedliche Behandlung der „dynamischen Strukturierung“ ersichtlich ist.
Der Fall Elise (S. 103-119), der in „Dynamische Strukturierung in der Psychose“ mitgeteilt wurde, wird hier mit Hilfe der beiden in der früheren Rezension dargestellten Grundfunktionen des Körperbildes neu erörtert. Im Kapitel III, 2 (S. 122-136) gibt Pankow eine Epikrise einer nach dem 40. Lebensjahr behandelten negativistischen Schizophrenen von hoher Intelligenz (Fall Valérine), die seit 15 Jahren ohne Rückfall ein reiches Leben entfaltet hat. Diesem Fall verdankt die Autorin nach ihrem eigenen Zeugnis viel bei der Konzeptualisierung ihrer Psychotherapie. Seine Lektüre kann daher dem interessierten Leser manchen Wink geben für die Verfolgung der Wege, welche Pankow zu ihren theoretischen Ergebnissen geführt haben.
Im Fall Suzanne (S. 279 ff.) wird die auf die Dinge beschränkte Situation zu Dritt (S. 281 ff.) als „Vorläufer der ödipussituation“ herausgearbeitet. Eine weitere Ergänzung betrifft „Körperbild und Gesetz“ (S. 284-287). Pankow legt Wert darauf, bei den Psychotikern wegen mangelnder Körpergrenzen nicht von Ich (und Überich) zu sprechen, sondern sie nimmt, selbst auf der Ebene der Dinge, lediglich auf Prozesse des Wählens und Ausschließens Bezug.
In seinem Vorwort unterstreicht Laplanche, daß die von Pankow beschriebene Strukturierungsarbeit eine vorbereitende Phase für eine eventuelle klassische Analyse darstelle.
Es sind viele solche Umwege von Psychosetherapeuten eingeschlagen und als originäre beansprucht worden. Bei vielen führt ein kompliziertes Verhältnis zur psychoanalytischen Theorie und Methode zum Bestreben, die klassische Psychoanalyse für die Behandlung von Psychosen zu desavouieren. Man konnte sich ja auf Freud berufen