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Es wäre zu wünschen, daß dieses Buch unter dem Gesichtspunkt der Entwicklungen besprochen würde, die seit der Zeit kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, als die Analyse des Wolfsmannes bei Freud abgeschlossen wurde, im psychoanalytischen Verständnis eingetreten sind. Leider ist es mir zur Zeit nicht möglich, eine solche Aufgabe zu leisten. Statt dessen kann ich nur eine kritische Betrachtung gewisser Aspekte des Buches anbieten.
Das Buch setzt sich zusammen aus den Erinnerungen des Wolfsmannes (116 Seiten), den Erinnerungen des Wolfsmannes an Sigmund Freud (18 Seiten), Freuds Fallstudie, Ruth Mack Brunswicks Falldarstellung und Muriel Gardiners Beitrag „Der Wolfsmann in seinem späteren Leben“ (57 Seiten). Auf dem Umschlag befindet sich eine Zeichnung des Wolfsmannes, die seinen berühmten Traum darstellt, den er im Jahre 1963 zweimal für zwei Psychoanalytiker anfertigte. Dies so ohne Gewissensbisse im Jahre 1971 veröffentlichte Buch scheint mir für Psychoanalytiker betrüblich. Natürlich ist es wünschenswert, soviel wie möglich über Freud zu erfahren, dem vielleicht originellsten Denker in der Geschichte der Wissenschaft oder Philosophie. Es ist unwahrscheinlich, daß das Staunen künftiger Generationen über diesen Reichtum durch irgendwelche Freud-Vergötzung beeinträchtigt werden könnte. So sind wir berechtigt, in den Freud-Archiven zum Zwecke künftiger Forschung alle Informationen zu sammeln, die wir finden können, gleichgültig, wie klar wir schon erkennen können, ob sie sich einmal als nützlich erweisen werden. Unter diesen Informationen hat auch die Herkunft und die Lebensgeschichte von Freuds Patienten einen wichtigen Platz, besonders desjenigen Patienten, dessen Fall die reifste Studie in der Reihe der Krankengeschichten Freuds ergab.
Das Interesse, mit dem ich das Buch aufschlug, wich indessen bald einem wachsenden Gefühl von Unbehagen, selbst Zorn. Was mich abstieß, war die unbemerkt gebliebene, unablässige Ausbeutung der Übertragungsabhängigkeit des Patienten