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Die beiden Bände enthalten eine Sammlung der meisten Arbeiten, die Ph. Greenacre in den letzten beiden Jahrzehnten geschrieben hat. Die Autorin ist eine allgemein bekannte, profilierte amerikanische Psychoanalytikerin. Der Gesamteindruck bestätigt noch einmal, in welch erstaunlicher Weise es die Autorin versteht, die amerikanisch-psychoanalytische Entwicklung zu repräsentieren, sie in Fallstudien lebendig werden zu lassen und dabei großes psychoanalytisches Format zu erreichen. Im Besitz der seltenen Gabe, Theorie durch Praxis transparent zu machen, folgt sie einem eigenen Ausspruch: „daß jede sorgfältig untersuchte Behandlung in sich ein Stück schwieriger Forschungsarbeit darstellt, die sich nicht nur auf das Individuelle vom Blickwinkel seiner Ähnlichkeit mit anderen einstellt, sondern mit respektvollem Interesse seine einzigartigen Eigenschaften als naturgebundene Variationen betrachtet“ (Seite XIII).
Die Chronologie ihrer Arbeiten dokumentiert ihr wachsendes Wissen, das sich von Artikel zu Artikel vertieft und sich nach drei Interessenrichtungen gliedert. Der erste Teil enthält ihre klinischen Arbeiten, von denen die Auffassungen über die Perversionen von besonderer Wichtigkeit sind. G. nimmt als Ursache für die ungewöhnlich gesteigerte Kastrationsangst der Perversen prägenitale Störungen an, die in die frühesten Monate des Lebens zurückreichen und mit einer Deformierung des Körperbildes einhergehen. Von daher lassen sich auch die Spaltungsvorgänge im Ich erklären. Ihre späteren Überlegungen lehnen sich an den Begriff des Übergangsobjekts von Winnicott an. 1955 gelangt sie zu der Erkenntnis, daß es sich genau um die Entwicklungsperiode handelt, die durch den Umgang mit dem Übergangsobjekt charakterisiert ist und beim Fetischisten als erste gestört wird. Sie vermutet, daß zu dieser Zeit die Integration von visueller Aggression mit den begleitenden libidinösen und taktil sensomotorischen Triebanteilen nicht adäquat gelingt. Mit zwei eindrucksvollen Arbeiten aus den