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Einfühlend wird die vorliegende Literatur zur psychosomatischen Erforschung des Gallensteinleidens referiert (u. a. Arbeiten von Groddeck, Meng, Hollmann und Hantel, van Baien, Wegehaupt); als eigene Untersuchung folgt eine Zusammenfassung von 121 psychoanalytisch orientierten Einzelgesprächen. Die Cholelithiasis der untersuchten Patienten ist meist ein Glied in einer Reihe von Beschwerden funktioneller, vegetativer und psychischer Art (Zusatzsymptome in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit: Migräne, Magenbeschwerden, chronische Obstipation, Dysmenorrhoe; Schlafstörungen; depressive Verstimmungen, phobische Symptome; S. 32, 33). Die Patienten stellen eine besondere Auswahl dar; der größere Teil von ihnen (100) kommt von der „Sammelstelle“ einer Universitätspoliklinik (Basel), und eine „qualitative“ Verschiebung entsteht durch weitere 21 Patienten, die wegen schwerer psychoneurotischer Störungen behandelt wurden (Tiefeubrunn) und deren Cholelithiasis ein zufälliger Nebenbefund war. 85 der Kranken waren vor der psychologischen Untersuchung bereits cholezystektomiert. Der Anteil von vier Fünfteln Frauen stimmt mit anderen Untersuchungen überein (Heilmeyer); das Haupterkrankungsalter liegt zwischen zwanzig und vierzig Jahren.