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Unter dem Sammeltitel „Lieux du corps“ (Zur Bedeutung des Körpers in der Psychoanalyse) enthält das dritte Heft der Nouvelle Revue de Psychanalyse zwölf Arbeiten über den menschlichen Leib. Dabei geht es nur in drei Arbeiten um die konkrete Frage der komplexen, wechselseitigen Verflechtungen von Anatomie, Physiologie und Psychologie.
In dem Artikel von Pierre Bruno „Sur la formation des concepts freudiens de psychique/physiologique“ (Zur Bildung der Freudschen Begriffe über die Zusammenhänge des Psychischen mit dem Physiologischen) werden Freuds Arbeiten „Gehirn“ — für das Handwörterbuch der gesamten Medizin —, „Zur Auffassung der Aphasie“ und „Entwurf einer Psychologie“ diskutiert. „Du ventre humain et de son âme“, französische Übersetzung der deutschen Arbeit von Georg Groddeck durch Roger Lewinter (Übersetzer und Herausgeber des Gesamtwerkes von Diderot), gibt eine Einführung in die Gedanken und Konzeptionen über psychosomatische Medizin von Groddeck. Dessen große Befähigung zum Denken in Symbolen, das die Symbolisierung von Körpersymptomen ebenso miteinbegreift wie diejenige psychischer Erscheinungen, wird besonders deutlich.
„Remarques sur la place et le Statut du corps en psychanalyse“ (Bemerkungen zur Stellung und zum Status des Körpers in der Psychoanalyse) von François Gantheret. Der Artikel erhebt mit der Kritik der frühen psychosomatischen Ansätze (Federn, Groddeck, Schilder, Reich) einen hohen Anspruch, um letzten Endes nur das zu bestätigen, was wir immer schon waßten, daß Psychoanalyse sich im Bereich des Einschnittes etabliert, der sich auftut zwischen dem Körper als biologischem Phänomen und dem System, das zur Symbolisierung fähig ist. An zwei Fallbeispielen erläutert er, worauf Freud im Wolfsmann bereits hingewiesen hat, daß der Psychotiker im Gegensatz zum Neurotiker nicht mehr symbolisieren kann. Originell ist des Autors Hinweis auf den Abbruch der Freundschaft zwischen Freud und Fließ, der sich an der Trennung der Forschungsmethoden — psychologisc