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Balint berichtet über eine statistische Untersuchung an sog. „Repetenten“, d. h. Patienten mit Dauerrezepturen, deren Resultate im Sinne der „patientenzentrierten Medizin“ gedeutet werden. Lebensschicksal und Krankheitsverhalten weisen charakteristische Entsprechungen auf: Repetenten heiraten früh, tendieren aber dazu, bald wieder allein zu leben. Ihr psychischer Haushalt weist ein Defizit auf, das sie, nachdem es in der Ehe nicht kompensiert wurde, als organisches interpretieren. Sie haben vielfältige Kontakte zu Ärzten, denen sie wechselnde Symptome „anbieten“. Die Beziehung zum Arzt wird nach Möglichkeit, durch Einführung der Institution der Dauerrezeptur, in eine indirekte, doch dauerhafte verwandelt. Balint weist darauf hin, daß die Struktur der Ambulanzabteilung von Krankenhäusern den spezifischen Bedürfnissen dieser Patientengruppe entgegenkommt und vermutet dort einen konstanten Anteil von mehr als 40 % von Repetenten gegenüber 25 % in der Allgemeinpraxis.