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Bereits aus dem Titel der Monographie, „Die Analyse des Selbst“, geht deutlich hervor, daß Heinz Kohut sich nicht darauf beschränkt, die Anwendung der psychoanalytischen Behandlungsmethode bei narzißtischen Störungen der Persönlichkeit darzulegen. Die Bedeutung seines Werkes geht weit darüber hinaus: es ist im Hinblick auf die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Metapsychologie von grundlegender Bedeutung. Die wissenschaftliche Erfassung der Libidoentwicklung (S. Freud) führte zunächst zum Konzept einer Es-Analyse; die Erforschung des Ichs und der sogenannten Ich-Psychologie (Hartmann und seine Mitarbeiter) führte zum Verständnis der Prozesse, die während der Ichentwicklung vor sich gehen und entscheidend für die Strukturierung der Persönlichkeit sind. Diese Entwicklung führte zum Konzept einer Ich-Analyse. Schließlich stellt Heinz Kohut mit seinem Beitrag die Grundlagen zu einer Entwicklung des Narzißmus dar, wodurch ein neues Konzept entsteht: das Konzept einer Analyse des Selbst.
Drei Kriterien müssen hervorgehoben werden, um Heinz Kohuts Beitrag zum psychoanalytischen Gedankengut zu verstehen: Der Autor entwickelt seine Thesen mit großer Klarheit nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten, indem er den bisherigen Stand der metapsychologischen Erkenntnis sinnvoll, lückenlos und widerspruchsfrei erweitert. Als zweites Kriterium muß das Verdienst