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Winnicott gibt in diesem (ebenfalls posthumen) Buch Einblick in das, was sich im „potentiellen Raum“ ereignet, wenn beide, Therapeut und Kind, während einer therapeutischen Konsultation spielend miteinander kommunizieren.
Winnicott hat sich die im Laufe jahrzehntelanger Praxis der Kinder- und Erwachsenenanalyse gesammelte Erfahrung zunutze gemacht, um eine Form des kinderpsychiatrischen Interviews zu entwickeln, die die Kommunikation zwischen ihm und dem Kind als therapeutisches Medium in den Mittelpunkt stellt. Dabei hilft ihm das „Squiggle Game“, zu dem es nur eines Bleistiftes und einiger Blätter Papier bedarf, um mit dem Kind in Kontakt zu kommen. Dieses Spiel hält zudem das Hin und Her, das sich zwischen Therapeut und Kind zuträgt, fest und erleichtert somit die spätere Darstellung des Materials. Da die Zeichnungen, die im Verlauf einer therapeutischen Beratung oftmals in dramatischer Folge entstehen, die Besonderheit und teilweise auch den Inhalt der Kommunikation zwischen Therapeut und Kind dokumentieren, ist besonders hervorzuheben, daß die „Squiggles“ der hier beschriebenen Interviews vollzählig abgebildet sind.
Das „Squiggle Game“ besteht darin, daß zunächst der Therapeut eine beliebige Linie wie zufällig aufs Papier wirft. Das Kind ergänzt sie zu dem Bild, das es in dem „Squiggle“ des Therapeuten sieht. Dann zeichnet das Kind seinerseits auf ein neues Blatt ein Squiggle für den Therapeuten, das nun von diesem zu einer skizzenhaften Darstellung vervollständigt wird.
In diesem Sprung von der beliebigen Linie zum Bild des Einfalls liegt der freie Spielraum, in dem das Unerwartete geschehen kann, in dem das Kind vergessene Träume, verdrängte Konflikte oder Enttäuschungen wiederfindet und wiedererlebt und wo es in sich eine Bewegung aufkommen lassen mag, die den Prozeß einer auch für das Kind unerwarteten Selbstentwicklung herbeiführen kann.
Von den verschiedenen Phasen der therapeutischen Konsultation, die Winnicott unterscheidet, diskutiert er besonders die d