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Im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung eigener Forschungen haben die Autoren die Diskussion über den wissenschaftssystematischen Ort und logischen Status der Psychoanalyse aufgearbeitet, um ihren eigenen Standpunkt in diesen Kontroversen zu bestimmen. Ihre Arbeit verknüpft die von Psychoanalytikern vorgenommenen methodologischen Klärungsversuche mit der von Nicht-Analytikern bestrittenen Debatte über den Charakter der Psychoanalyse („science“ oder hermeneutisch-dialektisches Verfahren). In den Abschnitten 2 und 3 wird (in Anlehnung an Popper und Albert) die Auffassung der Psychoanalyse als einer „Tiefenhermeneutik“ anhand der Konzeption A. Lorenzers kritisiert. Eine rein verstehenspsychologische Fundierung der psychoanalytischen Erkenntnis ist nach Auffassung der Autoren eine psychologistische Utopie und engt die erfahrungswissenschaftliche Basis der Psychoanalyse extrem ein; objektivierende Verfahren sind ein unentbehrliches Korrektiv. Im 4. Abschnitt wird das Verhältnis von psychoanalytischer Theorie und Therapie bestimmt. Die psychoanalytische Datengewinnung soll reliabel, die theoretischen Konzepte sollen durch Präzisierung (und Festlegung von Zuordnungsregeln) für Falsifikationstests tauglich gemacht werden. Die metapsychologischen Konzeptionen gelten den Autoren als „spekulativer Überbau“, dessen Relevanz mit zunehmender Distanz zur klinischen Erfahrung abnimmt. Mit R. Waelder werden folgende Stufen der psychoanalytischen Theorie unterschieden: (mitgeteilte) Beobachtungsdaten; klinische Verallgemeinerungen; die klinische Theorie; die Metapsychologie; Freuds „persönliche Philosophie“. Objektivierung und Falsifizierung betreffen in erster Linie die „klinische Theorie“ (z. B. die Lehre von den Abwehrmechanismen).