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Beide Bücher wollen eine Einführung in die Tiefenpsychologie und damit in die psychoanalytische Neurosenlehre geben. Battegay ist Psychiater und Kliniker, den die Psychoanalyse Freuds mehr als Theoretiker interessiert. Dies dokumentiert sich schon darin, daß er die Psychoanalyse therapeutisch vorwiegen in der „Gruppenanalyse“ anwendet. Elhardt hingegen ist in erster Linie Psychoanalytiker der Praxis und Lehranalytiker, dessen Buch darum auf eigener therapeutischer Arbeit basiert. Als Internist und Psychosomatiker geht er meist vom Symptom aus, Battegay hingegen mehr von der Verhaltensstörung, die in der Neurose zum Ausdruck kommt.
In der Einleitung drückt Battegay aus, daß „das menschliche Individuum nicht losgelöst von seiner mitmenschlichen Beziehungswelt zu betrachten“ ist. Diese Einstellung unterscheidet seine Neurosenlehre grundsätzlich von der Tiefenpsychologie Elhardts, die, wenn wir von den kindlichen Bezugspersonen absehen, den sozialen Aspekt der mitmenschlichen Beziehungen nur streift. Bereits der äußere Aufbau beider Bücher unterscheidet sich sichtbar. Battegay beschreitet neue Wege: Obgleich er den theoretischen Boden kaum verläßt, entwickelt er sein Buch aus der „Therapie durch Erinnerung“ und dem freien Assoziieren und gelangt von da aus auf die Trieblehre und Traumlehre Freuds und anderer Schulen, die er miteinander und in Gegenüberstellung abhandelt.