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Der szientistische Vorwurf, die Psychoanalyse verfahre „unwissenschaftlich“, kann nur erhoben werden, solange die Hypothesen-bildung als ein vorwissenschaftliches Unternehmen aus der Betrachtung ausgeklammert und „Wissenschaftlichkeit“ mit Objektivierbarkeit gleichgesetzt wird. Im Erkenntnisprozeß verschiedener Disziplinen läßt sich ein identisches allgemeines Schema menschlicher Erfahrung nachweisen. Physikalische Forschung ist durch die Subjekt-Objekt-Relation gekennzeichnet, psychologische durch die (kommunikative) Subjekt-Subjekt-Relation. Wesiack meint, daß nach Heisenberg und Planck nicht mehr der onto-logische Wahrheitsgehalt von Hypothesen, ihre Objektivierbarkeit, das Kriterium für „Wissenschaftlichkeit“ abgeben sollte, sondern ihre Nützlichkeit. Die Psychoanalyse charakterisiert er als Humanwissenschaft, als integrierende Komponente der Anthropologie — jenseits vno Geistes- und Naturwissenschaften.