You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Während die klinische Psychologie in den Vereinigten Staaten bereits in jenes Alter gekommen ist, das zu Retrospektiven auffordert (vgl. die Rezension von David Shakow: Clinical Psychology as Science and Profession: A Forty-Year Odyssey; in dieser Zeitschrift 25 (, 502), steht sie in Deutschland gerade in der Phase der Bemühungen um einen selbstbewußten Beginn. Sie stützt sich dabei nicht so sehr auf einen repräsentablen Korpus von allseits verbindlicher Theorie als vielmehr auf ihre Praxis — das heißt auf die Tatsache, daß die meisten ausgebildeten Psychologen in irgendeiner von vielen Weisen klinisch — diagnostisch, beratend, behandelnd — tätig sind. Die gegenwärtigen Bemühungen gehen dahin, aus dieser so verzweigten wie in ihrer „klinischen“ Funktion einheitlichen Praxis einen Stand und ein Selbstverständnis zu gewinnen, welche den beruflichen und gesellschaftlichen Aufgaben der klinischen Psychologen entsprechen.
In diesem, auf die praktische Arbeit verweisenden und aus ihr die Selbstbestimmung schöpfenden Sinne wurde 1967 von der Sektion Klinische Psychologie des Berufsverbandes Deutscher Psychologen eine Arbeitstagung einberufen, deren Vorträge der vorliegende Band enthält. Unter den Überschriften „Methodische Fragen“, „Diagnostik“, „Spezielle Störungen“ and „Therapie“ berichten vierzehn Referenten über ihre jeweilige Forschungs- und Behand-lungspraxis bzw. erörtern (unter der Rubrik „Methodische Fragen“) allgemeine Probleme im Hinblick auf Ziele und Methoden, Ausbildung und Institutionalisierung. Der Rahmen ist offen sowohl für Phänomenologie wie für Statistik — für freie Beschreibungen wie für experimentelle Untersuchungen und Testentwicklungen — und ist an keiner Stelle programmatisch überzogen. Dabei enthalten die Berichte Forschungsergebnisse, die über den Bereich der reinen „Klinik“ hinausreichen und für die allgemeine und die Sozialpsychologie Bedeutung haben: etwa wenn der Zusammenhang zwischen der Funktionsfähigkeit der Hand und der Ausbildung kognitiv