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Kohuts Arbeit ist ein Rückblick auf seine Untersuchungen über die libidinösen Aspekte des Narzißmus, der ihm Gelegenheit gibt, die Probleme der (autonomen) Entwicklung des narzißtischen Sektors der Persönlichkeit noch einmal neu zu akzentuieren. Kohut glaubt, daß die Überwindung der Fehleinstellung zum Narzißmus heute ebenso bedeutsam sei wie die der Fehleinstellung zur Sexualität vor hundert Jahren. Er diskutiert die Bedeutung der Entwicklungsphase, in der sich der Kern eines kohärenten Selbst bildet, die Beziehung des narzißtischen zum ödipalen Konflikt und Störungen der Selbst-Besetzung. Der Schlußteil des Aufsatzes ist dem Problem der narzißtischen Wut gewidmet. Klinische Erfahrung und metapsychologische Klärung zeigen, daß die narzißtische Wut (samt den für sie charakteristischen Empathie-Störungen) nur auf dem Wege über eine Transformation der narzißtischen Matrix, aus der die Wut erwächst, unter die Kontrolle des Ichs gebracht werden kann. Die sozialpsychologische Relevanz des Themas wird angedeutet.