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Skizziert wird eine psychoanalytische Deutung der moralischrealistischen Geschichte vom „Zappelphilipp“ und der moralfrei-phantastischen vom „Wilden Jäger“ aus Hoffmanns „Struwwelpeter“. Beide Geschichten erweisen sich als symbolische Darstellungen von frühkindlichen Vater-Sohn-Konflikten: im „Zappelphilipp“ wird ein (ungelöster) Konflikt der oralen Phase im Milieu der Kinderneurose vorgeführt, im „Wilden Jäger“ ein (ebenfalls ungelöster) Konflikt der phallischen Phase in Märchensprache übertragen. Der Reiz der Struwwelpetergeschichten liegt (unterhalb der zutage liegenden Einschüchterungsfunktion) in der Chance zu Distanzierung und Angstabwehr, die sie ihren kindlichen Adressaten bieten.