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Das Buch ist eine Festschrift zum 65. Geburtstag von Martin Grotjahn. Schüler, Freunde und Verehrer legten ihm diese Sammlung von Essays über den Humor auf den Geburtstagstisch. Die Autoren sind nicht nur Psychoanalytiker, sondern auch Historiker, ein Theologe, Mathematiker und sogar ein richtiger Humorist. Aber schon die die Eskalation der Atomrüstung beschreibende Humoreske von Art Buchwald macht deutlich, daß der Humor ernst zu nehmen ist. Als ausgezeichnete Beispiele hierfür sind die Abhandlungen von Grotjahn über den Zusammenhang zwischen jüdischem Humor und Masochismus und von Joseph Boskin über den Humor der amerikanischen Neger zu erwähnen. Beide zeigen anschaulich, daß „Witze“ oft ein treffenderes Bild einer sozialen Schicht, der Situation und dem Gemütszustand einer Minderheit geben als viele sozialpsychologische Untersuchungen.
Zwei Essays behandeln die Bedeutung, Wirkung und Interpretation des Lachens in der psychoanalytischen Situation. Der erste stammt von Martin Grotjahn: „Laughter in Psychotherapy“. Lachen ist eine spontane menschliche Reaktion, ein Zeichen emotionaler Freiheit und Souveränität. Im Laufe einer Behandlung gibt es Momente, in denen der Analytiker die Lage dramatisiert, da die tief verdrängten Gefühle nicht anders an die Oberfläche gerufen werden können. In dieser Situation ist ein Lachen des Analytikers als Beispiel der Spontaneität, der emotionalen Freiheit angezeigt. In gewissen Fällen kann eine scherzhafte Formulierung die Deutung annehmbarer machen und so den Widerstand herabsetzen. Das Lachen des Patienten kann verschieden gedeutet werden: es kann freundlich und liebevoll, aber auch grausam und zynisch, sogar unverhohlen feindlich sein. Das in einen Scherz gehüllte feindliche Gefühl richtet sich im allgemeinen gegen eine dritte Person. Das Unbewußte des Zuhörers reagiert darauf, und deshalb schafft es in der individuellen Therapie eine Verbindung zwischen Patient und Therapeut. In der Gruppentherapie hingegen kann es zum Ausschalte