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Beckmann entwickelt ein Modell informeller Rollenbeziehungen in geschlossenen Kleingruppen (Zwei- und Drei-Personen-Beziehungen), das 4 Interaktionstypen zuläßt: einseitige und wechselseitige Verhaltensdetermination bei entweder „symmetrischer“ (identifikatorischer) oder „komplementärer“ Position der Beteiligten. Es zeigt sich, daß symmetrische Wechselbeziehungen sich eskalierend entwickeln, während die übrigen eher zeitstabil sind. Besondere Bedeutung haben die komplementären Wechselbeziehungen, die nur unter repressivem Druck entstehen, befriedigend sind und die innere Stabilität von Kleingruppen sichern. Die rollenstabilisierenden Sanktionsmechanismen werden diskutiert und anhand der Arzt-Patient-Beziehung illustriert.