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Einleitend beschreibt der Verfasser knapp und klar zunächst Sullivans Auffassungen und Konzepte der Entwicklung und Dynamik menschlichen Verhaltens. Im folgenden Kapitel wird unter Zugrundelegung der Unterscheidung von „action learning“ und „cognitive learning“ ein ausgezeichneter Überblick über die derzeitigen Theorien gegeben, die sich mit dem „Lernen zwischenmenschlichen Verhaltens“ befassen. Insbesondere wird die Bedeutung herausgestellt, die dem Erlernen von „Strategien“ (Miller, Galanter, Pribam, Campbell u. a.; S. 81 ff.), von „cognitive maps“ (Tolman), „personal constructs“ (Kelly) oder „perceptual categories“ (Bruner) zukommt, wobei „prompting“ und „pre-response guiding“ (S. 69) gegenüber dem Finden von „Antworten“ im Sinne der Stiftung von S-R-Verknüpfungen eine wichtige Rolle spielen. Es folgen ausführliche Diskussionen zur „Taxonomie interpersonalen Verhaltens“ — hier wird das Learysche um die vier Pole Dominanz, Unterwerfung, Liebe und Haß kreisende Verhaltensschema (S. 108) zugrunde gelegt —, zur „Abwicklung (negotiating) interpersonaler Transaktionen“ (hier werden Thibauts und Kelleys „Lohn und Kosten“-Berechnungen mit Beispielen und schematischen Skizzen wiedergegeben), über die „vertraglichen Arrangements interpersonaler Beziehungen“ und die „Entwicklungn von Normenrollen und transaktionalen Umkehrungen“ (reversals) —, wie sie u. a. Berne für die Dyade und Bateson, Weak-land, Jackson, Lidz, Haley, Wynne und Singer für Familien beschrieben haben.
Das vorletzte Kapitel des Werkes beschäftigt sich mit der Definition und Analyse des Begriffes „personality disorder“. Der Autor beginnt, an Szasz und Sarbin anknüpfend, mit kritischen Bemerkungen über den bisher gültigen Krankheitsbegriff, in dem sich noch die überholte Auffassung spiegele, daß die pathogenen Faktoren in der Persönlichkeit gleichsam ihren „Sitz“ haben. Demgegenüber wird, ausgehend von der Feststellung, daß personality disorder zu definieren ist durch die Art des Verhaltens (einschließlich de