You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Erikson schildert, wie ihm auf Grund lebensgeschichtlicher Erfahrungen (Familienkonstellation, soziokulturelles Kindheitsmilieu, Psychoanalyse-Rezeption und Emigration) das Problem der „Identitätskrise“ zum Zentralproblem wurde. Er glaubt, daß der Erforschung der Identitätsverwirrung und Identitätsfindung heute eine ähnlich strategische Bedeutung zukommt wie der Erforschung der infantilen Sexualität zur Zeit der Begründung der Psychoanalyse. Im Lichte der Eriksonschen Versuche, den klassischen psychoanalytischen Interpretationsrahmen von Lebensgeschichten „psychosozial“ und „psychohistorisch“ zu erweitern, tritt die Spezifität der psychoanalytischen Behandlungssituation deutlicher hervor.