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Der vorliegende Band vereinigt zehn Artikel, die zwischen 1940 und 1970 in englischer Sprache erschienen sind. Die sorgfältige, vom ungewöhnlich sprachkundigen Autor überarbeitete Übersetzung gibt der Publikation den Wert einer Originaledition.
Georges Devereux ist gegenwärtig Professor an der „Ecole pratique des Hautes Etudes“. Aus Ungarn stammend, als Psychoanalytiker und Ethnologe ausgebildet wie sein Landsmann Géza Roheim, war er Schüler des großen französischen Ethnologen Marcel Mauss. Umfangreiche Feldstudien bei den Mohave-Indianern in Kalifornien und bei den Sedang Moï in Vietnam waren Ausgangspunkt für eine große Anzahl von Publikationen, die während der langjährigen Lehrtätigkeit als Professor an verschiedenen bedeutenden Universitäten in den USA in englischer Sprache verfaßt wurden. Die umfangreiche Bildung des Autors als Historiker, Kulturkritiker und Soziologe des klassischen Altertums, als Freudscher Analytiker der „klassischen“ Entwicklungsphase dieser Wisenschaft, als Linguist, Logiker und Mathematiker ist Grundlage für ein enormes wissenschaftliches Werk, das sich um die Probleme von „Psychoanalyse und Gesellschaft“ aufbaut.
Die Sammlung von Artikeln über die komplementaristische Ethnopsychoanalyse, denen der Autor grundsätzliche Bedeutung zuschreibt, bildet die Darstellung seiner theoretischen Basis. Er versteht sich als Strukturalist. „Man muß kaum noch hinzufügen (zu seiner Diskussion über den Begriff der Verwandtschaftsordnung), daß meine Analyse mit der strukturellen Analyse von Lévi-Strauss vollständig vereinbar ist, ebenso wie mit der Gesamtheit seiner Schlußfolgerungen über den vollständigen soziologischen Sinn der Verwandtschaftsordnung. Das Verhältnis zwischen meiner und seiner Analyse des gleichen Phänomens ist das einer typischen Komplementarität“ (S. 196). Devereux meint damit, daß soziologische und psychologische Fakten einander immer nur ergänzen können.
Mit ungewöhnlicher logischer Strenge hält sich der Autor an das Prinzip eines „doppe