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Mit dieser Festschrift wird ein Mann geehrt, der nie unter sein Niveau ging und daher in seiner wissenschaftlichen Arbeit und beruflichen Haltung die deutsche Psychologie nach dem Kriege vorbildlich an ihre besseren Traditionen erinnern und ihr deren Maßstäbe weiterreichen konnte. Die französischsprachige Psychologie würdigt genauso (im Vorwort Piagets) Meilis „remarquable esprit d'objectivité et d'examen critique“ im Verein mit einer „souplesse d'interprétation“. Die „attitude scientifique“ bestimmt ihn zugleich als akademischen Lehrer — in der Erinnerung des Rezensenten dazu als einen, der in jedem Semester die neu hinzugekommenen Psychologiestudenten, deren Zahl allerdings in Bern und zu jener Zeit noch übersichtlich war, zu sich nach Hause einlud.
Unter Meilis Arbeiten, die im einzelnen in einer von A. Lang und W. Lohr, seinen langjährigen Mitarbeitern, zusammengestellten Bibliographie aufgeführt sind, findet sich auch ein Aufsatz zum „Problem der Autorität in der neueren pädagogischen Literatur“, der in den Studien über Autorität und Familie 1936 in Paris erschien; sowie ein kurzer Artikel über „Les débuts de la psychanalyse en Suisse romande“ . Von Hause aus, das heißt von der gestaltpsychologischen Ausbildung (im Berliner Psychologischen Institut bei Köhler, Wertheimer und Lewin) her ist Meili kognitionspsychologisch orientiert, d. h. in psychoanalytischer Übersetzung: der Erforschung der Ichfunktionen zugewandt. In diesem Sinne hat er, als er die Faktorenanalyse als methodisches Mittel der Intelligenzforschung übernahm, die Faktorenlösungen nicht, wie sonst allgemein üblich, an dem inhaltsunabhängigen Kriterium der maximalen Einfachstruktur, sondern an gegenstandsspezifischen Hypothesen über die Struktur von Denkprozessen ausgerichtet (vgl. den Beitrag von R. Groner, S. 172-183). Am bekanntesten für ein weiteres, in- und ausländisches, in klinischen Berufen stehendes psychologisches Publikum ist Meili indessen wohl durch seine Darstellung der diagnostischen P