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In einer Zeit, in der das für traditionelle Gesellschaften kennzeichnende Standesverhalten durch mobilitätsbegünstigendes Rollenverhalten abgelöst worden ist, sind spieltheoretische Ansätze zur Beschreibung, Erklärung und Voraussage sozialen Handelns nicht so fern der Wirklichkeit wie Klassik und Romantik. Die spieltheoretische Handlungstheorie, aus der ökonomischen, d. h., utilitaristischen Theorie hervorgegangen (und von der normativen Handlungstheorie Parsons' zu unterscheiden), geht von der Prämisse aus, daß vor jeder Handlung, auch der sozialen, die balancierte Entscheidung des Individuums steht, das mit der jeweils getroffenen Wahl (zwischen den verfügbaren Handlungsalternativen) für sich den größtmöglichen Nutzen (maximum utility) erlangen will. Die empirische Prüfung dieses Handlungsmodells wird, für den Fall der sozialen Interaktion (das heißt hier: wenn Spiele nicht einzeln, sondern in der Gruppe gespielt werden), vorzugsweise an Koalitionsspielen vorgenommen. So verfahren auch die Autoren. In ihren Versuchen treffen drei Personen, die sich nicht sehen und nicht miteinander kommunizieren können (es sei denn, vermittels ihrer Spielzüge), Entscheidungen zwischen zwei möglichen Alternativen, die darin bestehen, entweder den einen oder den anderen der Mitspieler zu