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Leon Altman bleibt in dem vorliegenden Buch jenem Thema treu, zu dessen Anwalt er sich bereits in einer Sektion der Kris-Study-Group des New York Psychoanalytic Institute gemacht hatte, nämlich seiner Verteidigung der These, daß eine um den Traum verkürzte Psychoanalyse unvollständig und unexakt ist. Er beginnt mit einer Anerkennung: seine Studenten hätten ihm die Anregung zu seiner Arbeit gegeben, seine Patienten sie ermöglicht. Er hat gewichtige
Gewährsmänner unter denen, die sein Manuskript kennen: Charles Fisher als Experten für die Physiologie des Träumens, Mark Kanzer (dessen Arbeit über die kommunikative Funktion des Traums sicher in guter Übereinstimmung mit der Anschauung Altmans steht), schließlich vor allem Otto Isakower, von dem Altman schreibt, er sei zwar nicht für den Inhalt seines Buches verantwortlich, aber dafür, daß er aufmerksam geworden sei für den Gemütszustand, mit dem wir uns dem Traum nähern müssen, um ihn mit unseren Patienten zu teilen — „the State of mind we must bring to the dream in order to share it with our patients“ (Seite V). Altman möchte den Enthusiasmus für den Traum wiederbeleben und seiner Entwertung im theoretischen und klinischen psychoanalytischen Training (unter dem Einfluß der Ich-Psychologie) dadurch entgegenwirken, daß er zeigt, wie er persönlich mit Träumen arbeitet. Er wünscht sich von seinen Lesern eine gleichzeitige Lektüre der „Traumdeutung“, die Freud — worauf Charles Rycroft hingewiesen hat — nicht etwa „Traumursachen“ genannt hat. Das Problem der Deutung belastet Altman nicht philosophisch. Es geht ihm vielmehr um die Rechenschaft über die klinischen Urteile, die gewonnen werden müssen, um den latenten Inhalt eines Traums sowohl dem Analytiker als auch dem Patienten zugänglich und bedeutungsvoll zu machen. Gewöhnlich waten wir dabei — so Altman (Seite 3) — durch Ozeane des Umschweifs, um zum Kern einer Botschaft zu gelangen.
Im ersten Kapitel gibt Altman eine knappe Zusammenfassung der psychoanalytischen Traumleh