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Perrez' Studie über den Wissenschaftsstatus der psychoanalytischen Theorie setzt die Geschichte der psychoanalytischen Affektionen des Neopositivismus zeitgemäß fort. Als ein Diskussionsbeitrag widmet sie sich ausschließlich dem Begründungszusammenhang (vs. Entstehungszusammenhang) der psychoanalytischen Theorie, d. i. der Theorie des orthodoxen Freudianismus. Wie steht es um den Wissenschaftsstatus der so eingegrenzten psychoanalytischen Theorie in Hinsicht ihres Begründungszusammenhangs?
Für die in Anspruch genommenen Wissenschaftskriterien räumt Perrez eine gewisse Relativität ein. Die Bestimmung dieser Kriterien zu „Spielregeln“ ist in Anbetracht ihrer vielfältigen und oft uneinnehmbaren Institutionalisierung allerdings recht euphemistisch. Auch konzediert er die Berechtigung sowohl der hermeneutischen als auch der phänomenologischen Methode, ohne daß besonders deutlich würde, worauf diese Konzession beruht. Ferner kann „niemand … dazu gezwungen werden, und es ist jedermanns Recht, andere Zielsetzungen als die wissenschaftlichen zu verfolgen“ (167).
Ein kritisches Referat der Historie der eignen Fragestellung bildet den Anfang. Nicht nur in bibliographischer Rücksicht ist es ein guter Leitfaden der Vororientierung. Diskutiert werden Popper, Bunge, Eysenck, Inquiry (I. Vol. 7, 1964), Pumpian-Mindlin (Psychoanalysis as Science, Stanford 1952, Ed.), Huber, Piron, Vergote (La psychanalyse, science de l'homme, Bruxelles 1964), Sherwood, Habermas und Ricoeur. Aufsätze aus „Psychoanalysis, Scientific Method and Philosophy“, hg. von Hook (New York, 1959) und solche aus den „Minnesota Studies in the Philosophy of Science“, Vol. I („The Foundation of Science and the Concepts of Psychology and Psychoanalysis“) werden nicht hier, sondern in späteren Zusammenhängen diskutiert. Die einschlägigen Schriften von A. Lorenzer bleiben unerwähnt.
Den Hauptteil der Studie bildet die Diskussion des Begründungszusammenhangs der psychoanalytischen Theorie. Perrez bindet sie an eine gewiß p