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Mit dem Buch, das dem Andenken Werner Schwidders gewidmet ist, verfolgt der Autor zwei Ziele: Er möchte einerseits den praktischen Ärzten, den Fachärzten und klinischen Psychologen, anderseits aber den Fach-Psychotherapeuten und Psychoanalytikern Kriterien vermitteln, die der zunächst angesprochenen Gruppe die Indikationsstellung zur rechtzeitigen Überweisung zum Fachpsychotherapeuten und Psychoanalytiker und der letzteren Gruppe die Indikationsstellung für die verschiedenen Formen der psychoanalytischen Therapie ermöglicht. Damit hat sich Heigl eine außerordentlich wichtige, aber auch recht schwierige Aufgabe gestellt. Sein Unternehmen ist deshalb so wichtig, weil die rasch zunehmende Zahl der hilfesuchenden Patienten einerseits und die Möglichkeit, verschiedene psychoanalytische Therapiearten anzuwenden, anderseits eine klare Indikationsstellung erfordern. Diese so notwendige Aufgabe ist aber deshalb so schwer zu erfüllen, weil wir hier alle noch mitten in einer Entwicklung stehen — man denke etwa an die analytischen Gruppenoder Kurzpsychotherapien —, die noch keineswegs abgeschlossen ist und deren Ergebnisse deshalb erst zu einem geringen Teil durch langjährige katamnestische Untersuchungen gesichert sind.
Im ersten Kapitel sucht Heigl die „phänomenalen prognostischen Kriterien“ darzustellen. Von der Symptomatik her gesehen werden 9 Kriterien herausgestellt,