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Das Buch verdankt seine Entstehung dem persönlichen Mißbehagen des Autors, eines praktizierenden New Yorker Analytikers, an theoretischen psychoanalytischen Begriffen, die seiner Ansicht nach grundlegender Neuformulierung bedürfen, die (a) wirklich etwas aussagt, (b) dem wissenschaftlichen Stand des 20. Jahrhunderts angemessen ist und dadurch (c) den Graben überwindet, den die Psychoanalyse auf Grund eines anachronistischen begrifflichen Bezugsrahmens zur übrigen wissenschaftlichen Welt aufrechterhält. Die Neuorientierung soll im Lichte der Informations- und Systemtheorie geschehen (die im folgenden, etwas verkürzt, als Kybernetik bezeichnet wird). Demgemäß liefert P. zunächst eine Kritik der gängigen psychoanalytischen Theorie (Metapsychologie, worunter im weiteren die klinische Theorie mitverstanden werden soll), stellt dann die wichtigsten Begriffe der Informations- und Systemtheorie dar, um in dem umfangreichsten, mit Beispielen aus der Praxis versehenen dritten Abschnitt die klinischen Daten auf kybernetischer Grundlage zu diskutieren und theoretisch zu erfassen, was mit dem Anspruch geschieht (Seite 196), neue Perspektiven in der Psychoanalyse zu eröffnen — verbunden freilich mit dem einschränkenden Eingeständnis zwangsläufiger Unausgereiftheit vieler seiner Vorschläge auf diesem neuen Forschungsfeld (Seite 280).
Als Wissenschaft mit spezifischen Fragen, Begriffen und Methoden entgeht die Psychoanalyse nicht dem Schicksal jedes anderen Wissenschaftszweiges: ständig neu und anders formuliert zu werden, wobei P. die neuere wissenschaftstheoretische Diskussion in diesen Vorgang miteinbeziehen will. In Anlehnung an führende Wissenschaftstheoretiker (Carnap, Hempel, Feigl u. a. — Popper fehlt) definiert P. ein wissenschaftliches System als eine hierarchisch geordnete — weil im Grad der Verallgemeinerung abnehmende — Reihe von verschiedenen Gesetzen und Hypothesen, die, als Prämissen dienend, deduktive Folgerungen erlauben. Besteht die in dieser Hierarchie an letzter