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Viele Jahre hindurch beschäftigte mich der Plan, zum 100. Geburtstag von Paul Federn etwas über dessen Rolle in der Geschichte der Psychoanalyse zu schreiben. Meine Arbeit „35 Jahre mit Freud“ erschien schließlich sowohl im Journal of the History of the Behavioral Sciences (Vol. VIII, Nr. 1) als auch als Monograph No. 32 des Journal of Clinical Psychology. Zunächst waren 5 Abschnitte vorgesehen, von denen der dritte — „Zusammenarbeit für ein Leben“ — erstmals (in einer leicht veränderten Fassung) in der Psyche (Oktober ) erschien. Während der Vorbereitung und Abfassung dieser Arbeit wurden zwei Bücher veröffentlicht, die mich in meiner Auffassung bestärkten, daß es nötig sei, Paul Federns Rolle in der psychoanalytischen Bewegung zu klären. Meine Überzeugung, daß es hierbei um mehr ging als um die Bewunderung eines Sohnes für seinen Vater (so sehr diese auch mitgespielt haben mag), festigte sich. Ich schrieb daher einen weiteren, 6. Abschnitt, den ich „Epilog“ nannte. Ein Prolog, der vor allem auf die Geschichtsfeindlichkeit des amerikanischen Lesers abgestimmt war, hatte meine Arbeit eingeleitet. Der Epilog betont abermals die Relevanz einer historischen Sichtweise. Die Titel „Prolog“ und „Epilog“ mögen den Leser daran erinnern, „daß die Welt eine Bühne ist“, und daß nur diejenigen eine historische Darstellung verdienen, die während ihres Wirkens weiten Widerhall finden konnten.
Paul Federn, der länger als irgendein anderer mit Freud aufs engste zusammenarbeitete, 14 Jahre lang sein Stellvertreter war, und dessen eigene Arbeiten über die Psychotherapie und die Psychoanalyse des Ichs von einem weiten Kreis von Fachkollegen auch 20 Jahre nach seinem Tod anerkannt werden, verdient sicherlich eine historische Würdigung. Sein Wirken gewann aber in den letzten Jahren eine Bedeutung, die über das engere Fachgebiet seiner Forschungsarbeit hinausgeht. Eine wachsende Zahl von Autoren diskutiert Freuds Psychoanalyse unter soziologischen, politischen und historischen Aspekten. A