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Wer von Piaget etwas über Piaget erfahren will und schmale Texte dicken Büchern vorzieht, sollte zu diesem (mit philologischer Einfühlung ins Englische übertragenen und kommentierten) Band greifen. Dieser ersetzt sicher nicht die Lektüre der Piagetschen Forschungsarbeiten; er bietet auch nicht deren Retrospektive; vielmehr handelt es sich um den Spiegel des Piagetschen Denkens, der
strukturalistische Ansätze in Mathematik, Logik, Physik, Biologie, Linguistik, Sozialwissenschaften, Philosophie (mit Namen: Chomsky, Lévy-Strauss, Foucault, Althusser, Lacan, Lewin, Parsons, Kelsen, u. a.) auf der Höhe der Zeit reflektiert und derart die eigene konstruktive Eigenart in den Operationen (ein Begriff Piagets zur genetischen Erklärung der logischen Leistungen der Kognition) dieser Reflexion erkennen läßt. Zu ihr gehört bekannterweise der psychogenetische Fokus, d. h. die Maßgabe, Struktur und Genese in Begriffen transformatorischer Regeln und Prozesse zusammenzusehen. Auf die Wissenschaftslogik angewandt, ergibt sich daraus, und mit Hinweis auf Gödels Theorem, die Unabgeschlossenheit, Nichtendgültigkeit des (jeweils systematisierten) theoretischen Denkens.