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In einer seiner noch nicht ins Deutsche übertragenen Arbeiten, „Comments on the Scientific Aspects of Psychoanalysis“ aus dem Jahre 1958, konstatiert Heinz Hartmann — der hier skeptischer über die szientistische Anpassung der Psychoanalyse spricht als in anderen Arbeiten —, daß die Psychoanalyse zwar, was das Epistemologische anbelange, sehr viel Anregung von außen erhalten habe und aufnehmen müsse. Doch müßten die Analytiker ihr wissenschaftstheoretisches Selbstverständnis selber, aus intimster Sachkenntnis heraus, erarbeiten. Der Leisten, über den die Psychoanalyse von Außenstehenden geschlagen werde, sei in der Regel immer ein zu grober. Daran hat sich trotz — oder gerade wegen — Habermas nichts geändert.
Rapoports Werk, obgleich nicht neuesten Datums und offenbar ins Deutsche nicht aus diesem (sondern einem hier nicht weiter interessierenden) Grunde übertragen, kann dem erkenntnistheoretischen Laien bei jener Aufgabe zur Hand gehen, insofern es ins methodologische Denken der zeitgenössischen Naturwissenschaft einführt, historisch und systematisch. Das Buch wurde zwischen Fachliteratur und populärer angesiedelt, für Collegestudenten der höheren Semester geschrieben. Rapoport macht mit dem logischen Positivismus bekannt, den er mit dem Pragmatismus Deweys versöhnen möchte. Dem kritischen Rationalismus Alberts nahestehend, ermöglicht der Autor dem Leser, die gegenwärtige methodologische Kontroverse, in der die Psychoanalyse freilich im anderen, im hermeneutischen Lager steht, besser zu verstehen.